DR. MED. HENRICH
PROVEGAN STIFTUNG
www.ProVegan.info

Dr. med. Hanno Platz (Internist)

Mein Kollege Dr. med. Hanno Platz (Internist) hat mir seine Antworten auf immer wiederkehrende Fragen von Patienten zugesandt. Wie immer mehr Ärzte so empfiehlt auch Kollege Dr. Platz die vegane Ernährung als die gesündeste. Seine Website empfehle ich:

http://www.dr-platz.de/http-de-livepages-strato-com-wizard-w4-w4-index-do-pageid-15420985.html

 

Frage 1. „Seit ich meine Ernährung umgestellt habe, muss ich mich ständig rechtfertigen, erklären, verteidigen, begründen – das ist sehr anstrengend ....“

Ich antwortete der besorgten Dame:

Ja, das glaube ich, ABER: Was denken Sie denn, warum die Omnivoren (Allesesser) z. T. aggressiv Vegetariern oder Veganern entgegentreten? Die Antwort ist bei genauer Betrachtung recht schnell gefunden. Im tiefsten Herzen wissen Omnivoren, daß die Vegetarier/Veganer Recht haben und sich auf einem höheren ethisch-moralischem Niveau bewegen. Doch das müssten sie sich dann ja eingestehen und dann müssten sich die Omnivoren vor Ihnen, der Veganerin, nämlich rechtfertigen warum sie sich ungesund ernähren, warum sie wesentlich und entscheidend zu der millionenfachen Tierfolter und -quälerei beitragen oder diese ja erst durch ihre Essensgewohnheiten möglich machen. Wenn die Nachfrage der Omnivoren nach Tier„produkten“ nicht da wäre, gäbe es keine tierlichen „Produkte“ und keine Massentierfolter-Tierhaltung. Sie müssten sich dann auch dafür rechtfertigen warum sie durch ihr egoistisches und ignorantes Verhalten ursächlich an der Umweltzerstörung beteiligen. Sie müssten mit „liebgewordenen“ aber schlechten Gewohnheiten aufhören, sie müssten das alles zugeben und vor allem vor sich selbst eingestehen, daß sie falsch, rücksichtslos und egoistisch leben. – Dieses Eingeständnis erst einmal anzunehmen und nicht einfach zu verdrängen und dann diese Einsicht auch noch nach außen zuzugeben fällt sicherlich so manchem, besonders eben gleichgültigen Menschen, scheinbar unendlich schwer, weshalb es dann doch leichter ist, die/den Veganer/-in anzugreifen und in die Verteidigungsposition zu versetzten, frei nach dem Motto: „Angriff ist die beste Verteidigung“! – Manchmal sind fundamentale psychische Eigenschaften des Menschen bei genauer Betrachtung sehr leicht zu durchschauen und der Mensch zu entlarven.

 

Frage 2. „Darf ich mal neugierig sein? Sie regen doch bestimmt Ihre Patienten auch an, vegetarisch oder vegan zu essen. Wie nehmen die denn das auf? Gibt's da wirklich welche, die ihre Ernährung umstellen und das auch durchhalten?“

Ich konnte der Dame erfreulicherweise wie folgt antworten:

Ja, aber sicher! In meinem Wartezimmer befinden sich statt „Frau im Spiegel“ oder ähnlichen „Friseurzeitschriften“ ausschließlich Informationsmaterialien zur veganen Ernährung, Tierrechten und Umweltschutz. Wenn nicht in einer Arztpraxis, so dachte ich mir, wo denn dann sollten Hinweise und Informationen zur gesunden Lebensweise zu finden sein. Die Erfahrung, die ich dann mit diesen „Auslagen“ gemacht habe waren hoch interessant. Am Anfang wurden diese Materialien scheinbar ignoriert, weil (siehe oben) die Omnivoren bei der Lektüre dieser Info-Materialien sich und ihre Lebensgewohnheiten ja plötzlich selbst hinterfragen mussten und das ist natürlich erst einmal anstrengend, weshalb man diese Info-Materialien, die ja wie ein Spiegel der Selbsterkenntnis wirkten, lieber wieder zurücklegte und ignorierte. Doch was dann im Laufe von Wochen und Monaten passierte war für mich erfreulich überraschend. So nach und nach „traute“ sich die Eine und der Andere aus ihrer/seiner Ecke und siehe da, es ging noch vielen Anderen so wie Ihnen. So manche/r, von dem ich es nicht gedacht hätte, hatte selbst schon lange an seinen Lebens-/Essensgewohnheiten Zweifel und war froh endlich einen ärztlichen „Verbündeten“ gefunden zu haben. Sie/Er war gar nicht allein. Weitere andere fanden in den Anregungen im Wartezimmer ihre Initialzündung zur veganen Ernährung. So nach und nach „outeten“ sich mehr und mehr bei mir in der Sprechstunde. Auch über meine Homepage, die eigentlich „nur“ die Homepage einer Arztpraxis sein soll, aber auf der sich, wie Sie ja wissen, eine Registerkarte „VEGAN“ befindet, fanden sehr, sehr viele Patienten einen ersten Ansprechpartner; manchmal habe ich das Gefühl (und das ist sehr schön), daß in unserer Gesellschaft, wenn auch langsam, eine Kettenreaktion angefangen hat. Auf Ihre Frage zurückkommend, ob Patienten ihre Ernährung umgestellt haben und dann diese Umstellung auch „durchgehalten haben“. Alle, die sich durch die Anregungen mit der vegetarisch/veganen Ernährung beschäftigt haben, haben nicht nur durchgehalten, sondern aus zunächst Vegetariern wurden sehr schnell als logische Konsequenz Veganer und ihrerseits nun selber engagierte Vertreter dafür. IST DAS NICHT WUNDERSCHÖN!!!!! Sehr oft kann man an der Menschheit ja verzweifeln, aber das gibt dann wieder einen Funken Hoffnung.