DR. MED.
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«Die neue Corona-Impfempfehlung und der große Vertrauensverlust»

Vorbemerkung: Noch ein erstklassiger Artikel in der WELT. Was ist los mit der WELT? Leider wieder hinter der Bezahlschranke.

 

«Vor einem Jahr empfahl die Ständige Impfkommission unter großem medialen Druck eine Coronaimpfung auch für Kinder und Jugendliche. Das zieht die Stiko nun zurück. Mit einer Begründung, die man schon viel länger hätte kennen können, die aber im Pandemie-Deutschland als unsagbar galt.»

 

«Noch keine Empfehlung für die Corona-Impfung von Kindern – wie kann das denn sein? „Warum braucht die Stiko so lange?“, fragte der „Spiegel“ Anfang November. Zwei Wochen später legte das Magazin nach und titelte „Wir brauchen die Kinder-Impfung, so schnell es geht.“»

 

«Der Charité-Immunologe Leif Erik Sander empfahl Eltern ausdrücklich die Impfung ihrer Kinder, und sein Dortmunder Kollege Carsten Watzl behauptete, Nebenwirkungen bei den Kinderimpfstoffen seien „so selten und so mild“ dass man die Impfung für Kinder und Jugendliche auch ohne Vorerkrankungen uneingeschränkt empfehlen könne: „Ich wundere mich, warum die Ständige Impfkommission dies noch nicht getan hat.“»

 

«Im Mai 2022 dann die für die Impf-Werbetreibenden erlösende Nachricht: Die Stiko gab bekannt die Impfung nun für alle Personen ab fünf Jahren zu empfehlen, vorerkrankt oder nicht. Faktenchecker machten sich an die Arbeit und schrieben die Bedenken gegenüber diesem Vorstoß herunter.»

 

«Heute, mit etwas Abstand, ist klar, dass in jener Hochphase der Corona-Pandemie – gerade bei der sensiblen Impf-Thematik – eine Menge Unsinn erzählt wurde. Leider nicht zuletzt von hochdekorierten Experten und Wissenschaftsjournalisten.»

 

«Die Stiko selbst ist es nun, die am Dienstag klargemacht hat: Kinder brauchen keine Corona-Impfung, und Jugendliche auch nicht.»

 

«Die simple Begründung: Für Minderjährige ist das Virus nicht sehr gefährlich.»

 

«Gibt es etwa neue, bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnisse? Nein – so langsam zieht bloß wieder die Vernunft ein. Dass die Impfung nicht gegen Ansteckungen schützt, war schon klar, als die Kinder-Impfkampagne Fahrt aufnahm.»

 

«Dass Kinder durch Corona kaum gefährdet sind, auch. Trotzdem wurde ein System des Drucks und der Angst etabliert, in dem Politiker wie Karl Lauterbach suggerierten, nur im Falle einer hohen Durchimpfungsrate bei Kindern könne man künftig auf Lockdowns verzichten.»

 

«Was bleibt, ist ein riesiger Vertrauensverlust. In die Gesundheitspolitik und in Institutionen wie die Stiko. Das Beispiel Kinder-Impfung zeigt, wie schlecht Deutschland durch die Pandemie gekommen ist.»

 

https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus244996220/Tim-Roehn-zur-Stiko-Wende-Neue-Empfehlung-grosser-Vertrauensverlust.html