DR. MED. HENRICH
PROVEGAN STIFTUNG
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Das Totalversagen der Grünen beim Tierschutz

„Trotz Fleischskandal, trotz Tierwohldebatten: Der Bundesrat will einer Gesetzesänderung zustimmen, die das elende Leben der Muttersauen weiter verschlechtert. Die Grünen sind auch dabei.“

 

„Seit Wochen läuft die PR-Maschine der Grünen, die versucht, die Änderung als notwendigen Kompromiss, gar als Systemwende darzustellen. Dabei ist unbestreitbar: Der jetzt vorliegende Vorschlag, den NRW und Schleswig-Holstein ausgearbeitet haben, verschlechtert den Istzustand der Sauenhaltung. Und zwar für mindestens acht weitere Jahre.“

 

„Das sei für die Bauern unzumutbar, befand man im Bundeslandwirtschaftsministerium – obschon die Landwirte seit 2001 Zeit hatten, die Ställe entsprechend zu gestalten. Statt die Haltung endlich dem Recht anzupassen, will Ministerin Julia Klöckner die Verordnung anpassen.“

 

„Einigen sich die Länder auf diese Formulierung, ist es Klöckner gelungen, einen illegalen Zustand zu legalisieren.“

 

„Es ist erstaunlich: Nie war die gesellschaftliche Kritik an den schaurigen Zuständen in der Tier- und Fleischproduktion lauter, nie die Unterstützung von Wissenschaftlern, Veterinären und Ethikern stärker, nie die Aufklärung der Bürger über die Zustände in den Ställen und die Umweltprobleme der Landwirtschaft größer – und trotzdem gelingt es der CDU, für ihre Bauernwählerschaft und die Agrarindustrie das Recht hinzubiegen. Die Macht der Agrarlobby scheint ungebrochen.“

 

„Mit allen Mitteln versuchen die Grünen, ihr Versagen als Fortschritt umzudeuten.“

 

„In Deutschland jedoch soll es keine Abschaffung dieser Zwangsfestsetzung der Sau geben, um die reibungslose Produktion von Billigfleisch nicht zu gefährden.“

 

„Dieses ärmliche Ergebnis einen Kompromiss zu nennen, gehört wohl zur Kunst der Politik.  Dass den Grünen in einigen Bundesländern der Mut und die Kraft fehlt, sich gegen ihre Koalitionspartner zu behaupten, ist die eine Sache. Aber dass sie sich an der Verschlechterung der Haltungsbedingungen beteiligen, und sei es nur für eine Übergangszeit, ist schlicht ein Armutszeugnis.“

 

Anmerkung: Die masslose Profitgeilheit und die skrupellose Fleischfresserei nimmt keine Rücksicht auf das Entstehen von Pandemien durch Tierausbeutung, Klima, Umwelt, Welthunger, menschliche Gesundheit und zukünftige Generationen. Warum sollten fleisch(fr)essende Politiker Rücksicht auf die ausgebeuteten Tiere nehmen?

 

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/muttersauen-bundesrat-will-gesetzesaenderung-verabschieden-zum-nachteil-der-tiere-a-62e49f90-7586-44ea-8223-50e241460b56