DR. MED. HENRICH
PROVEGAN STIFTUNG
www.ProVegan.info

Vegane Ernährung von Kindern wird immer populärer

http://lacrossetribune.com/lifestyles/18f19bc8-9bd0-11e2-9e9a-001a4bcf887a.html

 

Eine bessere und wichtigere Empfehlung für eine vegane Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern kann es nicht mehr geben:

 

Die „Academy of Nutrition and Dietetics“ (Amerikanische Gesellschaft für Ernährung und Diätetik) und die „American Academy of Pediatrics“ (Amerikanische Gesellschaft für Kinderheilkunde) sind sich einig:

 

Vegane Ernährung ist gesund für Säuglinge und Kleinkinder!

 

http://www.eatright.org/public/content.aspx?id=8060#.UNILlobl-NY

 

Dr. Caldwell B. Esselstyn: „Auch hier gibt es signifikante Fortschritte. Alles startete mit der Publikation ‚Dr. Attwoods fettarme Rezepte für Kinder: Ein kinderärztliches Programm für präventive Ernährung.‘ Dieses wunderbar allumfassende Buch beschreibt, dass schon im Alter von 12 Jahren 70 % aller amerikanischen Kinder Fettablagerungen in ihren Arterien als Vorläufer einer Herzerkrankung aufweisen. In seinem Buch zerstörte der 1998 verstorbene Dr. Charles Attwood viele der allgemeinen Mythen über die schädlichen Effekte einer pflanzlichen Ernährung für Kinder und Jugendliche. Dazu gehörte die Vorstellung, dass ein rein pflanzlich ernährtes Kind nicht genügend wachse oder nicht genügend Energie habe, dass es nicht genügend Kalzium, Eiweiss und Eisen aufnehme und dass die Überwachung von Übergewicht und Cholesterin warten könne bis die Kinder älter seien. Keine dieser Prämissen ist wahr. […] Am bedeutungsvollsten aber war, dass er den couragierten Schritt tat und empfahl, Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Geflügel und Öl aus der kindlichen Ernährung herauszunehmen […] und heute ist es gar nicht mehr so revolutionär zu behaupten, dass die Versorgung der Kinder mit einer fettarmen, rein pflanzlichen Ernährung sie vor den verheerenden Auswirkungen der Herzerkrankungen und der weitverbreiteten Krebserkrankungen schützen wird.“

 

Zitat aus dem Buch „Prevent and Reverse Heart Disease“ von Dr. Caldwell B. Esselstyn

 

Dr. Esselstyn wurde 1994/1995 in die Gruppe der besten Ärzte der USA aufgenommen. Er führte u. a. den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton zu einer veganen Ernährung.

 

Aber können Kinder überhaupt einen Geschmackssinn für eine gesunde vegane Ernährung entwickeln?

 

Dr. Caldwell B. Esselstyn: „Antonia Demas beantwortet diese Frage mit einem deutlichen JA. Während der 1990er Jahre schrieb sie ihre Doktorarbeit in Ernährungswissenschaften an der Cornell Universität. Demas führte eine kontrollierte Studie in Trumansburg, New York, durch. Sie untersuchte Kinder einer Vorschule, die selbst eine rein pflanzliche Ernährung vorbereiteten, kochten und assen. So war Demas in der Lage zu zeigen, wenn Kindern in einem praktischen Lernprozess in das Fach Ernährung eingeführt werden, dass sie nicht nur eine fettarme gesunde Kost annahmen, sondern dies sogar mit einem enormen Enthusiasmus taten. Ihre Doktorarbeit basierte auf ihrer Forschung ‚Nahrungsmittel und Erziehung in der Elementarschule‘, die zahlreiche Preise gewann und internationales Aufsehen erregte.“

 

Zitat aus dem Buch „Prevent and Reverse Heart Disease“ von Dr. Caldwell B. Esselstyn

 

Vegan in der Schwangerschaft? Geht denn das?

 

2009 hat die Amerikanische Gesellschaft für Ernährung (ADA, American Dietetic Association) ein überarbeitetes Positionspapier über die vegane Ernährung publiziert und ihre Empfehlung für diese Ernährungsform bestärkt. Dort kommt man zu dem Schluss, dass eine vegane Ernährung – sofern richtig durchgeführt –, gesund und nahrhaft für Erwachsene, Kleinkinder, Kinder und Heranwachsende ist und sogar chronische Krankheiten wie Herzerkrankungen, Krebs, Übergewicht und Diabetes vorbeugen und behandeln helfen kann. Das im Juli 2009 in der Zeitschrift „Journal of the American Dietetic Association“ veröffentlichte Papier repräsentiert die offizielle Grundhaltung der ADA zu vegetarischen Ernährungsformen inklusive veganer Ernährung:

 

„Die American Dietetic Association ist der Ansicht, dass eine gut geplante vegetarische Ernährungsform, einschließlich komplett vegetarischer oder veganer Ernährungsformen, gesund sind, ernährungsphysiologisch bedarfsgerecht sind und gesundheitliche Vorteile in der Prävention und der Behandlung bestimmter Krankheiten bieten. Eine gut geplante vegetarische Ernährungsform ist für Menschen aller Altersstufen geeignet, eingeschlossen Schwangere, Stillende, Kleinkinder, Kinder, Heranwachsende und Sportler.“

 

Hier ein Kurzvideo zu Veganismus in der Schwangerschaft:

 

http://www.youtube.com/watch?v=OOXlADInm1A

 

Dr. Caldwin Esselstyn erinnert in seinem Buch „Prevent and Reverse Heart Disease“ daran, dass im Alter von nur 12 Jahren 70 % aller amerikanischen Kinder Fettablagerungen in ihren Arterien aufweisen, also die direkten Vorläufer einer Herzerkrankung. Sie haben richtig gelesen, „12 Jahre“ und „70 %“ sind tatsächlich keine Schreibfehler!

 

Dazu passt die Angabe von Professor Dr. T. Colin Campbell: Eine Untersuchung an im Krieg gefallenen amerikanischen Soldaten, die im Durchschnitt nur 22 Jahre alt waren, ergab, dass 77,3 % der untersuchten Herzen ausgeprägte Anzeichen für eine Herzerkrankung aufwiesen. Im Alter von 22 Jahren! Und Übergewichtige und Untaugliche wurden vorher schon ausgemustert!

(Professor Dr. Campbell ist einer der renommiertesten Ernährungswissenschaftler weltweit. Er führte die sog. „China Study“ durch, die bisher umfangreichste Untersuchung über die Auswirkung der Ernährung auf die Gesundheit bzw. Krankheitsentstehung.)

 

Dies sind ungeheuerliche Ergebnisse und Fakten, die anscheinend niemand zur Kenntnis nimmt!

 

Da die Ernährung von Kindern und Jugendlichen in den USA und in Europa zu vergleichen ist, also hohe Mengen an Fleisch, Milch, Milchprodukten, Eiern, Fisch, raffinierten Zuckern und gesättigten Fetten aus Tierprodukten aufweist, sieht die Situation für Kinder und Jugendliche in Europa ähnlich verheerend aus. Diese westliche Ernährungsform mit Tierprodukten ist eine Ernährung, die noch von vielen Ärzten, Ernährungsberatern und Ernährungsgesellschaften als „ausgewogen“ beurteilt und empfohlen wird. Es sei dahingestellt, ob es sich um die Folgen von Unwissenheit oder um zu grosse finanzielle Nähe zu der Lebensmittelindustrie handelt. Die Folgen sind teilweise schon im Kindesalter, meistens aber früher oder später im Erwachsenenalter zu sehen – chronisch kranke Menschen mit Herzerkrankungen, Bluthochdruck, hohem Cholesterinspiegel, Diabetes, Krebs, Demenz, Schlaganfall, Impotenz, Alzheimer, Osteoporose usw. Die kranken Menschen erreichen zwar durch den medizinischen Fortschritt im Durchschnitt ein hohes Lebensalter, aber kaum noch eine vernünftige Lebensqualität. Denn schwerwiegende ernährungsbedingte Erkrankungen verursachen trotz allen medizinischen Fortschritts entsetzliches Leid.

 

Die Grundlagen für diese Leiden werden bereits im Kindesalter gesetzt. Deshalb obliegt es allen Eltern, ihren Kindern die besten Chancen für ein gesundes und erfülltes Leben mit auf den Weg zu geben. Und dies geschieht durch eine abwechslungsreiche vegane Ernährung mit wenig raffinierten Zuckern. Hier kann und darf es keine Ausreden geben, wenn es um die Gesundheit und die Zukunftschancen von Kindern geht. Denn Kinder können noch nicht selbst wissen und entscheiden, was für ihre Gesundheit das Beste ist und was ihnen die besten Voraussetzungen für ein zukünftig gutes Leben verschafft. Dies obliegt den Eltern, aber auch den Kinderärzten. Dies nicht zu tun ist unmoralisch.

 

Die Wissenschaft bestätigt, dass eine abwechslungsreiche vegane Ernährung, bei der man nur wenige einfache Regeln zu beachten braucht, auch für Kinder die gesündeste Ernährung ist.

 

Die Ärztegesellschaft PCRM: „Vegane Ernährung, die keine tierlichen Produkte enthält, ist sogar gesünder als vegetarische Ernährung. Vegane Ernährung enthält kein Cholesterin und sogar weniger Fett, gesättigte Fettsäuren und Kalorien als vegetarische Ernährung, weil sie keine Milchprodukte und Eier enthält. Die wissenschaftliche Forschung zeigt, dass die gesundheitlichen Vorteile zunehmen, wenn die Menge der Nahrung aus tierlichen Quellen in der Ernährung verringert wird, was die vegane Ernährung zur gesündesten insgesamt macht.“

 

Professor Dr. T. Colin Campbell: „Die enge Verbindung einer tierproteinreichen, fettreichen Ernährung mit Sexualhormonen und einer frühen Menarche, von denen beide das Brustkrebsrisiko erhöhen, ist eine wichtige Beobachtung. Sie verdeutlicht, dass wir unsere Kinder keine Kost, die reich an Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs ist, konsumieren lassen sollten.“

 

Es wird immer wieder gefragt, ob man auch schon Kinder vegan ernähren sollte. Allein die Frage zeigt schon, welche Verunsicherung die Manipulationen und Falschinformationen der Tierindustrie und der von ihnen bezahlten skrupellosen Helfer angerichtet haben. Denn es ist für mich als Arzt ein unverantwortlicher Skandal, den Kindern nicht in jedem Lebensalter die bestmögliche und damit die vegane Ernährung zukommen zu lassen. Ein Kind sollte zuerst nur mit Muttermilch ernährt und anschliessend sollten nach und nach die veganen Nahrungsmittel eingeführt werden. Denn viele chronische Erkrankungen haben ihren Ursprung in der nicht-veganen Ernährung im Kindesalter! Die vegane Ernährung für Kinder und Kleinkinder wird daher selbstverständlich u. a. auch von der „Amerikanischen Gesellschaft für Ernährung“ (ADA) und dem „Ärztekomitee für verantwortungsvolle Medizin“ (PCRM) empfohlen. Aber natürlich sollte die vegane Ernährung der Kinder nicht nur vegan, sondern auch gesund und damit abwechslungsreich sein. Eltern haben deshalb die Pflicht, sich im Interesse ihrer Kinder das kleine, aber notwendige Wissen über gesunde vegane Ernährung anzueignen. Deshalb habe ich hier einige Tipps für Eltern in Form von Links zusammengestellt:

 

http://www.vegetarismus.ch/heft/2005-1/veganeKinder.htm

 

http://www.peta.de/web/veganekinder.151.html

 

http://www.simorgh.de/vegan/vegan_nutrition_for_kids.pdf

(schon 2002 war bekannt, wie gesund die vegane Ernährung für Kinder ist!)

 

Weitere Infos zum Thema:

 

http://www.veganbook.info/kinder-und-ernaehrung-die-verantwortung-von-kinderaerzten-und-eltern/

 

Ärztliche Empfehlung zur veganen Ernährung

 

Die Ärztin Dr. Holly Wilson empfiehlt für Kinder nach dem Abstillen die vegane Ernährung als die gesündeste. Dr. Wilson: „Kuhmilch ist ein giftiges Gebräu, voller Pestizide und Hormone.“

 

http://www.all-creatures.org/health/veganbabies.html