DR. MED.
HENRICH STIFTUNG
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Studie: Ballaststoffzufuhr der schwangeren Mutter verbessert die Entwicklung des Kindes

Eine neue Studie mit mehr als 76 000 Frauen hat ergeben, dass eine niedrige Ballaststoffzufuhr während der Schwangerschaft mit einer Verzögerung der neurologischen Entwicklung bei den Nachkommen in Verbindung gebracht wird. Die niedrigste Aufnahme von Ballaststoffen während der Schwangerschaft wurde mit einem um 51 % erhöhten Risiko für eine verzögerte Kommunikation und einem um 45 % erhöhten Risiko für eine verzögerte Feinmotorik sowie für eine verzögerte Entwicklung von Problemlösungs- und sozialen Fähigkeiten in Verbindung gebracht.

 

Vollwertige Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse sind eine hervorragende Quelle für Ballaststoffe, während extrem verarbeitete Lebensmittel nur wenige Ballaststoffe enthalten und tierliche Produkte keine Ballaststoffe aufweisen.

 

Ob dieser enorme Effekt durch die gesunden Nährstoffe in vollwertigen pflanzlichen Nahrungsmitteln oder durch die bessere Darmflora (Faserstoffe sind wichtige Nahrungsquellen für Darmbakterien) oder durch die Kombination von beidem zustande kommt, sei dahingestellt. Entscheidend ist die Bedeutung der pflanzlichen Ernährung auch in der Schwangerschaft für eine optimale Entwicklung des Kindes.

 

Referenz: Kunio M, Sayaka H, Ryoji S, et al. Maternal dietary fiber intake during pregnancy and child development: the Japan Environment and Children's Study. Front Nutr. 2023;10. doi:10.3389/fnut.2023.1203669