DR. MED. HENRICH
PROVEGAN STIFTUNG
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«Weltpremiere in Haarlem: Die Hauptstadt der Provinz Nordholland will als erste Kommune überhaupt ab 2024 Werbung für Fleischprodukte im öffentlichen Raum verbieten»

Ganz so gut wie es auf den ersten Blick erscheint, ist es dann doch nicht:

 

«Klazes betont, es gehe ausschließlich um Fleischprodukte aus Massentierhaltung. Prospekte mit Sonderangeboten – sogenannte „kiloknallers“ – sind in den Niederlanden weit verbreitet, werden aber von Tierschutzorganisationen seit Jahren kritisiert.»

 

«Obwohl Biofleisch von dem Beschluss ausgenommen ist und dieser sich ausdrücklich auf den öffentlichen Raum beschränkt, hat das Thema in den Niederlanden zuletzt für einiges Aufsehen gesorgt. In einem Artikel der Tageszeitung Trouw erklärt der Groninger Verwaltungsrechtsprofessor Herman Broring, der Beschluss sei juristisch durchaus heikel, da er als Eingriff in die Meinungsfreiheit interpretiert werden könne. Laut Dé van de Riet, Sprecher der Plattform der niederländischen Fleischproduzenten, ergeht sich der Staat in ­„Bevormundung“.»

 

«Joey Rademaker, Stadtrat der rechten Partei „Belang van Nederland“ (BVNL), kritisiert „Zensur“, die Fleischesser stigmatisiere und „diktatorisch“ sei. Der BVNL-Parlamentsabgeordnete Wybren van Haga kündigte an, in Den Haag Fragen zum Thema zu stellen.»

 

«Insgesamt hat die Initiative der Stadt Haarlem polarisierendes Potenzial für die Niederlande. Die Diskussion wird hitzig geführt, nicht zuletzt wegen der Bauernproteste diesen Sommer, die auch gegensätzliche Positionen bei den Themen Ökologie und Fleischkonsum zu Tage förderten.»

 

Anmerkung: Es ist auch ein «Eingriff in die Meinungsfreiheit», «Bevormundung», «Zensur» und «diktatorisch», wenn nicht für Menschenmord und Vergewaltigung geworben werden darf und dadurch Mörder und Vergewaltiger «stigmatisiert» werden. Auch in Holland ist es nicht anders als in anderen Teilen der Welt, wo Menschen ihr Unwesen treiben: «Die Dummheit geht oft Hand in Hand mit Bosheit.» - Heinrich Heine

 

https://taz.de/Haarlem-reduziert-Werbung-fuer-Fleisch/!5876617/