DR. MED. HENRICH
PROVEGAN STIFTUNG
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Studie: «COVID-19 Booster-Impfungen für junge Erwachsene: Eine Risiko-Nutzen-Bewertung und fünf ethische Argumente gegen eine Impfpflicht an Universitäten»

Die Autoren führen in ihrer Zusammenfassung aus:

 

«Studenten an nordamerikanischen Universitäten laufen Gefahr, aufgrund von COVID-19-Impfvorschriften für die dritte Dosis exmatrikuliert zu werden. Wir stellen eine Risiko-Nutzen-Bewertung von Auffrischungsimpfungen in dieser Altersgruppe vor und nennen fünf ethische Argumente gegen die Vorschrift. Wir schätzen, dass 22.000 - 30.000 zuvor nicht infizierte Erwachsene im Alter von 18-29 Jahren mit einem mRNA-Impfstoff geboostet werden müssen, um eine COVID-19-Krankenhauseinweisung zu verhindern. Anhand der von der CDC und den Sponsoren gemeldeten Daten zu unerwünschten Ereignissen kommen wir zu dem Schluss, dass die Auffrischungsimpfung einen zu erwartenden Nettoschaden verursachen kann: Pro verhinderter COVID-19-Krankenhauseinweisung bei zuvor nicht infizierten jungen Erwachsenen rechnen wir mit 18 bis 98 schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen, darunter 1,7 bis 3,0 mit der Auffrischung verbundene Myokarditis-Fälle bei Männern und 1.373 bis 3.234 Fälle von Reaktogenität des Grades ≥3, die die täglichen Aktivitäten beeinträchtigt. Angesichts der hohen Prävalenz der Postinfektionsimmunität ist dieses Nutzen-Risiko-Profil noch ungünstiger. Auffrischungsimpfungen an Universitäten sind unethisch, weil: 1) es für diese Altersgruppe keine formale Risiko-Nutzen-Bewertung gibt; 2) Impfvorschriften zu einem zu erwartenden Nettoschaden für einzelne junge Menschen führen können; 3) Vorschriften nicht verhältnismässig sind: Die zu erwartenden Schäden werden angesichts der bescheidenen und vorübergehenden Wirksamkeit von Impfstoffen gegen die Übertragung nicht durch den Nutzen für die öffentliche Gesundheit aufgewogen; 4) US-Vorschriften gegen den Grundsatz der Gegenseitigkeit verstossen, da seltene schwere impfbedingte Schäden aufgrund von Lücken in den derzeitigen Impfschadensregelungen nicht zuverlässig entschädigt werden; und 5) Vorschriften weitere soziale Schäden verursachen. Wir betrachten Gegenargumente wie den Wunsch nach Sozialisierung und Sicherheit und zeigen, dass solche Argumente wissenschaftlich und/oder ethisch nicht haltbar sind.»

 

Referenz: Bardosh, Kevin and Krug, Allison and Jamrozik, Euzebiusz and Lemmens, Trudo and Keshavjee, Salmaan and Prasad, Vinay and Makary, Martin A. and Baral, Stefan and Høeg, Tracy Beth, COVID-19 Vaccine Boosters for Young Adults: A Risk-Benefit Assessment and Five Ethical Arguments against Mandates at Universities (August 31, 2022). Available at SSRN: https://ssrn.com/abstract=4206070