DR. MED. HENRICH
PROVEGAN STIFTUNG
www.ProVegan.info

Newsletter ProVegan: Ausgabe 52/2020

Tierquälerei als religiöser Ritus? – Urteil des Europäischen Gerichtshofs

„EU-Staaten dürfen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs auch für rituelle Schlachtungen eine Betäubung des Tieres vorschreiben. Rituelle Schlachtungen als solche würden nicht verboten und damit werde die Religionsfreiheit geachtet, befanden die Richter des höchsten EU-Gerichts am Donnerstag.“

 

Anmerkung:

 

Schächten mit der Religionsausübung zu begründen ist natürlich absurd, weil keine Religion das Essen von Fleisch vorschreibt und ein Gaumenkitzel durch Tierquälerei ein barbarischer egoistischer Akt ist.

 

Ist es vorstellbar, dass ein Gott Wohlgefallen daran hat, dass …

     

  • … seine Schöpfung durch ein gigantisches dekadentes Fressgelage missbraucht und zerstört wird?
  • … der Mensch die ihm geschenkte Gesundheit mit gesundheitsschädlichen Tierprodukten ruiniert?
  • … der Mensch seinen Mitmenschen in der „Dritten Welt“ die Nahrung vorenthält, sie verhungern lässt und mit der vorenthaltenen Nahrung stattdessen gequälte „Nutztiere“ mästen lässt, weil ihm ein Geschmackserlebnis mehr wert ist als ein Menschenleben?
  • … der Mensch die von Gott erschaffene Umwelt zerstört und eine Klimakatastrophe verursacht?
  • … die von ihm erschaffenen Tiere als Geschöpfe Gottes ausgebeutet und gequält werden?
  •  

Das betäubungslose Schächten ist eine systematische vorsätzliche barbarische Tierquälerei. Es lässt sich auch nicht dadurch rechtfertigen, dass sehr wahrscheinlich auch die Mehrheit der in „normalen“ Schlachthöfen getöteten Tiere zu Tode gequält wird. Das total Irre am Schächten ist jedoch, dass es religiös begründet wird. Aber in den religiösen Schriften wird die Betäubung vor dem Töten nicht verboten. Und was noch wichtiger ist: Es existiert keine religiöse Vorschrift, dass „Gläubigen“ der Konsum von Fleisch oder anderen Tierprodukten als quasi religiöser Akt vorgeschrieben wäre! Fleisch und Tierprodukte haben nichts mit Religion zu tun. Sie sind nichts weiter als ein skrupelloser Gaumenkitzel. Also kann man den Konsum von Tierprodukten auch nicht religiös begründen, erst recht nicht das damit verbundene barbarische Quälen von Tieren.

 

Fazit: Jeder Konsum von Tierprodukten (Ausbeutung, Vergewaltigung, Mord) ist ein Verbrechen, nicht nur das Schächten. Der Konsum von Tierprodukten ist kein religiöser Akt, sondern ein egoistischer Gaumenkitzel, der sogar die von Gott geschenkte Gesundheit zugrunde richtet.

 

https://web.de/magazine/panorama/eu-staaten-duerfen-rituelles-schlachten-betaeubung-verbieten-35364456

 

https://www.vgt.ch/news/201218-eugh-erlaubt-schaechtverbot.htm