DR. MED. HENRICH
PROVEGAN STIFTUNG
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Newsletter ProVegan: Ausgabe 10/2021

«Neue Ergebnisse zur Versorgungssituation von vegetarisch und vegan lebenden Kindern und Jugendlichen»

Meine Anmerkung dazu:

 

Diese Studiendesigns sind mir ein Rätsel. Was will man damit herausfinden? Wenn Kinder abwechslungsreich und vollwertig ernährt werden und man auf Vitamin B12 achtet (also die 7 Regeln beachtet werden), dann sind Kinder mit einer so gut wie 100%igen Wahrscheinlichkeit mit allen Nährstoffen versorgt. Die aber wirklich wichtigen Problemfelder einer gesunden Kinderernährung werden einfach völlig ignoriert:

 

Eine ausreichende Nährstoffzufuhr stellt weder bei Kindern noch Erwachsenen ein Problem dar, wenn einigermassen die Grundsätze einer ausgewogenen Ernährung beachtet werden. Daher ist das ständige stumpfsinnige Schauen auf die Nährstoffzufuhr bei veganer, aber auch vegetarischer und omnivorer Ernährung unsinnig. Vielmehr wäre es sinnvoll zu analysieren, wie hoch der Prozentsatz der Veganer ist, die sich an die Grundsätze einer vollwertigen ausgewogenen Ernährung halten und wie viele das nicht tun. Dann gilt es zu ermitteln, was die Gründe dafür sind, dass man seine Kinder nicht ausgewogen und vollwertig ernährt. Ist dies auf mangelndes Wissen, Gleichgültigkeit, Fehlinformationen oder auf andere Gründe zurückzuführen? Wenn man die Gründe der Fehlernährung erkannt hat, dann kann man Strategien entwickeln, dem entgegen zu steuern. Das erfolgt aber bisher nicht. Vielmehr wird pauschal von einer veganen Ernährung abgeraten, weil festgestellt wurde, dass einige Veganer sich und ihre Kinder nicht gut ernähren. Das ist aber intellektuell und gesundheitspolitisch fatal, weil so die Menschen abgeschreckt werden, die gesündeste Ernährung zu praktizieren.

 

Es ist weiterhin der wichtige Aspekt zu berücksichtigen, dass über den Konsum von Tierprodukten nicht nur schädliche natürliche Stoffe wie Hormone zugeführt werden, sondern auch über 90 % der kanzerogenen und neurotoxischen Umweltgifte in der Ernährung. Das wahre Problem ist also nicht in erster Linie die ausreichende Zufuhr von Nährstoffen, denn die ist sowohl durch vegane als auch vegetarische oder omnivore Kost leicht zu bewerkstelligen, sondern das Vermeiden schädlicher Bestandteile in der Nahrung! Dies ist bei Kindern besonders wichtig, weil ein wachsender Organismus besonders anfällig für die schädlichen Wirkungen dieser Stoffe ist. Genau diese Untersuchungen werden aber in den Studien nicht gemacht, so dass der herausragende gesundheitliche Wert einer veganen Ernährung gar nicht zur Geltung kommen kann. Man hat doch nichts davon, wenn man alle Nährstoffe zuführt, gleichzeitig aber durch die gesundheitsschädlichen Stoffe in Tierprodukten den Körper nachweislich schleichend vergiftet. Durch wissenschaftlich korrekte und sinnvolle Untersuchungen würde man zwangsläufig zu dem Ergebnis kommen, dass nur eine vegane Kost die einzig wirklich gesunde Ernährung insbesondere für Kinder ist bzw. sein kann.

 

All dies sind fundamentale Fehler in all diesen letztlich nahezu sinnlosen Untersuchungen, so dass die vegane Kinderernährung immer noch «umstritten» ist und sogar immer noch von ihr abgeraten wird.

 

http://www.ernaehrung.de/blog/neue-ergebnisse-zur-versorgungssituation-von-vegetarisch-und-vegan-lebenden-kindern-und-jugendlichen/