DR. MED. HENRICH
PROVEGAN STIFTUNG
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Newsletter ProVegan: Ausgabe 20/2022

«Übersterblichkeit in Deutschland in den Coronajahren doppelt so hoch wie in Schweden»

Britischer Forscher: «Regierungen zur Rechenschaft ziehen»

 

«Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte am 5. Mai 2022 neueste Zahlen zu den weltweiten Todesfällen, die in den Jahren 2020 und 2021 in direktem oder indirektem Zusammenhang mit Corona standen.»

 

«Die aktuelle Erhebung der WHO, deren Grundannahmen Experten wie der Modellierer Colin Angus von der Universität Edinburgh (Schottland) für „völlig vernünftig“ halten, erklärt womöglich auch, warum Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) so wenig Interesse an der Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen in Deutschland hat. Geht es nach Lauterbach, ist Deutschland so gut wie kaum ein anderes Land durch die Pandemie gekommen. Indes, ein falsches Narrativ wird nicht allein dadurch wahrer, nur weil es ständig wiederholt wird.»

 

«Und tatsächlich hatte kaum ein anderes Land in Mitteleuropa in den Jahren 2020 und 2021 eine derart hohe Übersterblichkeit zu verzeichnen wie Deutschland. Selbst im nahezu maßnahmenfreien Schweden lag die Übersterblichkeit bei weniger als der Hälfe.»

 

«Laut den WHO-Daten waren in Deutschland in den vergangenen beiden Jahren pro 100.000 Einwohner im Schnitt 116 Todesfälle mehr zu beklagen als statistisch zu erwarten gewesen wären. Im Vergleich mit Ländern wie der Schweiz (47), Schweden (56), Frankreich (63), Österreich (66), Belgien (77), Portugal (100), Großbritannien (109) oder Spanien (111) entpuppt sich der vermeintliche Corona-Klassenstreber Europas schnell als Sitzenbleiber. Einen Zusammenhang zwischen besonders strengen Corona-Maßnahmen und einem „besonders gut durch die Pandemie kommen“ gibt es also ganz offensichtlich nicht.»

 

«Die Expertin für globale Gesundheit sagte dem britischen Telegraph: „Die Lehre aus Schweden muss sein, in die Gesundheit der Bevölkerung zu investieren und für weniger Ungleichheit zu sorgen.“ Sridhar sieht außerdem einen Zusammenhang zwischen einem geringen Teil übergewichtiger oder fettleibiger Menschen und den von der WHO ermittelten Sterblichkeitsraten. Die strikten Lockdowns in Deutschland hatten unter anderem zur Folge, dass gerade junge Menschen weniger Sport treiben konnten, dafür aber mehr Zeit vor dem Computer und/oder Fernseher verbrachten.»

 

«Demnach ist die Lebenserwartung in Deutschland in den vergangenen Jahren von 81,16 Jahren auf 80,67 Jahre gesunken, während sie in Schweden trotz Corona um einige Wochen auf jetzt 83,22 angestiegen ist.»

 

https://reitschuster.de/post/uebersterblichkeit-in-deutschland-doppelt-so-hoch-wie-in-schweden/