DR. MED. HENRICH
PROVEGAN STIFTUNG
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Newsletter ProVegan: Ausgabe 27/2020

Schmierenjournalismus gegen vegane Kinderernährung

Aufgewärmt wird in der Augsburger Allgemeinen ein alter Fall aus Australien, wo Eltern offenbar ihr Kind völlig desolat ernährt hatten. Dieser Fall einer katastrophalen Kinderernährung wird hier auf intellektuell unredliche Weise pauschal auf die vegane Kinderernährung übertragen. Schon damals habe ich zu dem Fall Stellung genommen: https://www.provegan.info/de/infothek/aktuelles/wieder-manipulative-zeitungsartikel-zur-veganen-kinderernaehrung/?fbclid=IwAR140R1dsSrHyQgRMucVLikvH9QiDrL6U_iiGzhEfCjT_C-oOLY0wMnul1k

 

Warum der Fall nun in der Augsburger Allgemeinen ohne ersichtlichen Grund wieder aufgewärmt wird, kann ich mir nur als Hetze einer unqualifizierten Journalistin erklären. Als Experte wird der Kinderarzt Martin Lang aufgeboten: „In dieser Zeit sollten Kleinkinder deshalb mindestens zweimal in der Woche Fisch oder Fleisch essen, damit sie ausreichend Nährstoffe aufnehmen können, empfiehlt Kinderarzt Lang. Besonders wichtig für die Entwicklung von Kindern sind laut Lang vor allem zwei Stoffe, die vor allem über Fisch und Fleisch aufgenommen werden können: Vitamin B12 benötigen Kinder für die Zell- und Nervenentwicklung. Eisen ist notwendig für den Aufbau der Körper- und Blutzellen.“

 

Dazu folgende kurze Stellungnahme:

 

Vitamin B12 ist in der Tat für die Entwicklung und Gesundheit der Kinder essentiell wichtig. Warum den Kindern allerdings dieses Vitamin mit gesundheitsschädlichem Fleisch und Fisch, die mit bekanntlich noch dazu mit krebsauslösenden Umweltgiften und neurotoxischen Schwermetallen belastet sind, zugeführt werden soll, kann nur mit eklatanten Wissenslücken des Kinderarztes erklärt werden. Denn angereicherte Nahrungsmittel und Supplemente leisten die Vitaminversorgung ohne gesundheitliche Gefährdung und ohne kognitive Schädigungen der Kinder.

 

Bei vegan ernährten Kindern tritt ein Eisenmangel nicht häufiger auf als bei omnivor ernährten Kindern. Es gibt sogar Studien, die einen besseren Eisenstatus bei vegan ernährten Kindern zeigen.

 

Den Wissenstand von Kinderarzt Lang hinsichtlich Ernährung kann man auch sehr gut daran erkennen, dass er offensichtlich sein eigenes Gewicht nicht unter Kontrolle zu haben scheint: https://www.paedexpert.de/presse/artikel/news/interview-mit-dr-martin-lang-zu-paedexpert/ Es wirkt schon sehr skurril, unter diesen Umständen Ernährungsratschläge zu geben.

 

Offensichtlich ist Kinderarzt Lang auch mehr der Esoterik als der Wissenschaft zugetan, erkennbar an seinem Buch über Homöopathie: https://www.kinderarzt-augsburg.de/homoeopathie/grundlagen/

 

Fazit: Eine vegane Ernährung ist die gesündeste Kostform für Kinder, aber nur dann, wenn man sie richtig durchführt: https://www.provegan.info/de/ernaehrung/kinderernaehrung-und-vegane-schwangerschaften/vegane-kinderernaehrung-und-vegane-schwangerschaften-aus-aerztlicher-sicht/

 

Der Hetzartikel:  https://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Kinderarzt-Vegane-Ernaehrung-ist-gefaehrlich-fuer-Kleinkinder-id54271261.html