DR. MED. HENRICH
PROVEGAN STIFTUNG
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Newsletter ProVegan: Ausgabe 39/2022

«Mit seinem Tod wurde der Völkermord an einem weiteren indigenen Volk in Brasilien vollendet»

«Vor einigen Tagen ist der indigene Mann, der als “Der Letzte seines Volkes" bekannt war, verstorben. Mit seinem Tod wurde der Völkermord an einem weiteren indigenen Volk in Brasilien vollendet.

 

Er hatte 26 Jahre lang ganz allein tief im brasilianischen Amazonasgebiet gelebt und sich jedem Versuch widersetzt, Kontakt mit Außenstehenden aufzunehmen.

 

Wenn man seine Geschichte kannte, war das völlig verständlich. Denn zuvor waren alle, die ihm nahe standen – seine Familie, sein Freundeskreis, alle anderen Mitglieder seines Volkes – bei einer Reihe von Angriffen getötet worden. Die Gewalt wäre vom Rest der Welt unbemerkt geblieben, wenn er es nicht irgendwie geschafft hätte zu überleben.

 

Im Laufe der Jahre gelang es einer kleinen Gruppe von Menschen in Brasilien mit großer Hingabe die Geschehnisse zu rekonstruieren. Sie hörten Gerüchte über bewaffnete Männern – angeheuert von Viehzüchtern – , die in einer Bar damit prahlten, eine Gruppe von Indigenen getötet zu haben. Monate später fanden sie den Tatort: Die tief im Wald gelegenen Häuser der Indigenen waren mit Bulldozern plattgewalzt worden, um die Spuren zu vertuschen. Die Bewaffneten dachten, sie hätten alle umgebracht, aber ein Mann hatte irgendwie überlebt.

 

Wir werden nie erfahren, wie er den Angriffen entkommen konnte oder wie er überhaupt hieß.

 

Die Nachricht von seinem Tod hat weltweit für Schlagzeilen gesorgt, und ich bin froh, dass seine Geschichte nach seinem Tod nicht in Vergessenheit geraten ist. Aber seine Erfahrung, obwohl außerordentlich tragisch, ist bei weitem nicht einzigartig. Allein in Brasilien gibt es mehr als 100 unkontaktierte Völker – und viele weitere auf der ganzen Welt. Ihr Land und ihr Leben sind ständig bedroht.

 

Erst vor wenigen Tagen wurde etwa bekannt, dass ein brasilianisches Unternehmen versucht auf dem Gebiet der Piripkura Gold abzubauen. Die Piripkura sind eines der am stärksten gefährdeten unkontaktierten Völker der Welt, die eine Reihe von völkermörderischen Angriffen erlitten haben.

 

Haben die Piripkura nicht das gleiche Recht zu existieren wie "wir"? Wollen wir wirklich tatenlos zusehen, wie ihre Gesellschaften im Namen des "Fortschritts" und des wirtschaftlichen Gewinns ausgerottet werden? Wollen wir einfach nur daneben stehen und zusehen?

 

Bitte unterzeichne unsere Petition und fordere ein Ende des Völkermordes an indigenen Völkern in Brasilien. Teile diese E-Mail auch mit deinen Bekannten, in sozialen Netzwerken oder dort, wo du eine Gelegenheit hast.»

 

Petition unterzeichnen: https://handeln.survivalinternational.de/page/102938/petition/1

 

Genozid durch Rinderzucht und illegale Fleischproduktion

 

«In Brasilien ist ein indigenes Volk ausgestorben. Der letzte Angehörige der Tanaru wurde tot im Regenwald gefunden. Dort wird illegale Fleischproduktion betrieben. Kritiker sprechen von einem Genozid durch Rinderzucht.»

 

«Er war der einsamste Mann der Welt - nun ist der letzte Überlebende des Indigenen-Volkes der Tanaru im Amazonasgebiet gestorben. Nach 26 Jahren in vollständiger Isolation.»

 

«Die anderen Angehörigen seines Volkes wurden vermutlich in den 1990er-Jahren getötet. Die Region nahe der Grenze zu Bolivien ist nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Survival International eine der gewalttätigsten Brasiliens. Es gibt dort riesige Rinderfarmen, außerdem illegale Abholzung und illegalen Bergbau. "Mit seinem Tod ist der Genozid an diesem indigenen Volk abgeschlossen", erklärte Fiona Watson von der Nichtregierungsorganisation Survival International. "Es war wirklich ein Genozid: die bewusste Auslöschung eines gesamten Volkes durch Rinderzüchter, die hungrig auf Land und Reichtum sind."»

 

https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/indigener-tot-amazonas-voelkermord-101.html

 

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=eeqj7bcpMoA