DR. MED. HENRICH
PROVEGAN STIFTUNG
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Newsletter ProVegan: Ausgabe 39/2022

«Export verbotener Pestizide soll eingeschränkt werden»

«Pestizide, die in der EU wegen ihrer Gesundheitsrisiken verboten sind, dürfen bisher trotzdem in den Mitgliedstaaten produziert und in Drittstaaten exportiert werden. Diese im Pestizidhandel geltende unsägliche Doppelmoral soll nun endlich gestoppt werden: Das Bundeslandwirtschaftsministerium bereitet ein Exportverbot für bestimmte gesundheitsschädliche Pestizide vor.»

 

«Durch diesen Doppelstandard wird die Gefährdung der menschlichen Gesundheit und der Umwelt in Drittländern billigend in Kauf genommen, während die Herstellerkonzerne zugleich hohe Gewinne durch den Export einfahren. Die Hersteller beteuern, dass die Anwendung ihrer Produkte sicher sei, sofern der Einsatz ordnungsgemäß erfolge.»

 

Anmerkung: Natürlich zeigt dieser Giftexport eine Doppelmoral bzw. einen Doppelstandard. Aber Moral spielt üblicherweise keine Rolle, wenn es um Profite geht. Warum erlauben die betroffenen Länder überhaupt, durch diese Giftimporte ihre Bürger zu gefährden? Sind die in den Industrieländern durch manipulierte Studien zugelassenen Gifte wirklich weniger schädlich? Nach allem, was ich über Pestizide weiss, glaube ich nicht, dass diese Gifte weniger schädlich sind. Das Grundproblem besteht vielmehr darin, dass solche Gifte überhaupt erlaubt sind und letztlich Menschen und Umwelt vergiften. Das alles ist ein Irrsinn der Superlative: Die Menschen vergiften sich und ihre Umwelt für die Profitinteressen einiger weniger Geschäftemacher. Der Witz dabei: Der Mensch nennt sich ja bekanntlich in seinem krankhaften Grössenwahn «Homo sapiens» (deutsch: weise, einsichtig, vernünftig). Der weise und vernünftige Mensch vernichtet sich selbst, seine Gesundheit und seinen gesamten Lebensraum, damit einige wenige skrupellose Geschäftemacher viel verdienen. Leider fehlen mir sowohl die Weisheit als auch die Einsicht, daran das Vernünftige zu erkennen.

 

http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/2022/pestizide/export-verbotener-pestizide-soll-eingeschraenkt-werden.html