DR. MED. HENRICH
PROVEGAN STIFTUNG
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Newsletter ProVegan: Ausgabe 22/2020

„Coronavirus: ‚Agrarindustrie würde Millionen Tote riskieren‘“

„Wer verstehen will, warum Viren immer gefährlicher werden, muss das industrielle Modell der Landwirtschaft und insbesondere der Viehzucht untersuchen. Gegenwärtig sind nur wenige Regierungen und wenige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu bereit.“

 

„Die Agrarindustrie ist so auf Gewinn ausgerichtet, dass die Entscheidung für ein Virus, das eine Milliarde Menschen töten könnte, das Risiko wert zu sein scheint.“

 

„Diese Unternehmen können die Kosten ihrer bezüglich des Ausbruchs von Epidemien gefährlichen Operationen einfach allen anderen aufbürden: den Tieren selbst, den Verbraucherinnen und Verbrauchern, den Bauern, den lokalen Gemeinschaften und den Regierungen quer über alle Zuständigkeitsbereiche.“

 

„Die Agrarindustrie als Form der sozialen Reproduktion muss für immer abgeschafft werden, schon allein aus Gründen der allgemeinen Gesundheit. Die hoch industrialisierte Produktion von Nahrungsmitteln hängt von Praktiken ab, die die gesamte Menschheit gefährden und in diesem Fall dazu beitragen, eine neue tödliche Pandemie auszulösen.“

 

Anmerkung: Auch wenn in diesem Interview mit dem Evolutionsbiologen Rob Wallace die vegane Ernährung nicht zur Sprache kommt, so ist sie doch eindeutig die richtige und die beste Antwort auf die schwersten Probleme der Menschheit: Chronische Krankheiten, Infektionen und Pandemien, Antibiotikaresistenzen, Klimakrise, Umweltzerstörung, Artensterben, Welthunger, Tierschutz und Tierrechte. Da dies nicht einmal ein Thema ist, zeigt das intellektuelle und moralische Totalversagen der Mehrheit der Menschheit mehr als deutlich.

 

Seit Jahrzehnten sterben weltweit jeden Tag zwischen 6.000 und 43.000 Kinder an Hunger, obwohl ca. 50 % der weltweiten Getreideernte und etwa 98 % der weltweiten Sojaernte als Futter für gequälte „Nutztiere“ missbraucht werden, und das alles geschieht, obwohl noch dazu die weitaus meisten Kalorien des Getreides und Sojas bei dem Umweg über das Tier verloren gehen! Jetzt betont man in der Corona-Krise immer und immer wieder, dass es um jedes Menschenleben geht. Warum habe ich das in den letzten Jahrzehnten nie gehört, wenn es um verhungernde Kinder in Entwicklungsländern ging? Die verhungernden Kinder wurden weitestgehend totgeschwiegen. Sind die skrupellosen Egoisten in den Industrieländern nur an ihrem eigenen erbärmlichen Leben interessiert? Die Fakten sprechen jedenfalls dafür.

 

https://amerika21.de/analyse/238220/coronavirus-und-agrarindustrie