DR. MED. HENRICH
PROVEGAN STIFTUNG
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TV-Bericht über den «Tod aus dem Stall» – Fleisch(fr)esserei und Profite der Tierindustrie wichtiger als Gesundheit, Klima, Umwelt und Welternährung

«Produktive Tierhaltung vs. Rettung von Menschenleben? Die EU-Kommission will Reserveantibiotika weiter in der Tierhaltung zulassen. Ein gefährlicher Sieg der Billigfleischlobby angesichts immer mehr resistenter Erreger in unseren Krankenhäusern.»

 

Anmerkung:

 

Das für mich Erschreckende und Skandalöse ist wieder einmal, dass die Beseitigung des Gründübels, also die Tierausbeutung, auch in diesem Bericht von niemandem thematisiert wird. Fleisch(fr)esserei ist so fest und unumstösslich in den Köpfen verankert, dass lediglich erörtert wird, wie man die Schäden des Tierproduktekonsums etwas mindern kann.

 

Die Tiere werden so katastrophal gehalten, dass sie in der Regel nur die Zeit ihrer Ausbeutung und nur bis zu ihrer Ermordung überleben, wenn sie Medikamente erhalten. Antibiotika müssen so oft und in so grossen Mengen verabreicht werden, dass selbstverständlich Resistenzen entstehen und die Antibiotika nicht mehr wirken. Deshalb gibt man in der Tierindustrie bereits routinemässig Reserveantibiotika, die in der Humanmedizin dann angewendet werden, wenn kein anderes Antibiotikum mehr wirkt. Allerdings werden die Bakterien auch zunehmend resistent gegen diese Reserveantibiotika, so dass bereits jetzt weltweit 700.000 Menschen wegen nicht mehr therapierbarer bakterieller Infektionen sterben.

 

Dieser Irrsinn ist kaum zu fassen. Wegen dem Coronavirus drehen die Leute förmlich durch, so dass die Schäden durch die politischen Massnahmen grösser sind als die durch das Virus selbst. Die realen und wirklich bedeutsamen Gefahren werden nahezu ignoriert. Zur Erinnerung: Auch COVID-19 ist eine Zoonose, also letztlich durch die Tierausbeutung verursacht. Auch hier kommt man nicht einmal auf die Idee, dass es sinnvoll sein könnte, die Tierausbeutung als Ursache des Übels abzuschaffen.

 

Nein, ganz im Gegenteil, die Tierausbeutung steht über allem, obwohl sie in jeder Hinsicht eine reale, kaum zu übertreffende Katastrophe darstellt: Der Konsum von Tierprodukten ist die häufigste Ursache für chronische Erkrankungen und damit die häufigste Todesursache, die wichtigste Ursache für die Klimakrise, die wichtigste Ursache für den Welthunger, die wichtigste Ursache für Umweltschäden, die wichtigste Ursache für die Abholzung des Regenwaldes, die wichtigste Ursache für Pandemien, die wichtigste Ursache für Antibiotikaresistenzen usw. usw. Der Mehrheit der Menschen ist offensichtlich bereit, alle diese Katastrophen und Verbrechen zu fördern, nur damit sie Fleisch und Milchprodukte (fr)essen können.

 

Das ist eine ethische und intellektuelle Bankrotterklärung.

 

https://www.3sat.de/wissen/nano/210404-stalltod-nano-100.html