DR. MED. HENRICH
PROVEGAN STIFTUNG
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„Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt.“ – Thomas Mann (Literatur-Nobelpreisträger)

Das Foto ist ein Symbol für Feigheit, Ignoranz und falsche Toleranz. Bei dem gezeigten Beispiel könnte man noch sagen, dass wir weit weg vom Geschehen sind und als einzelne nichts machen können. Aber es gibt Bereiche, da tolerieren die meisten Menschen nicht nur die Verbrechen, sondern beteiligen sich sogar daran. Immerhin finanzieren 98,5–99,3 % der Deutschen (denn nur 0,7–1,5 % der Deutschen sind Veganer) Tierausbeutung, Tierqualen und den Hungertod von Kindern durch den Konsum von gesundheitsschädlichen Tierprodukten. Diese Menschen sind dafür verantwortlich ...

 

... dass der Konsum von Fleisch, Milch und Eiern mindestens 51 % der weltweiten, von Menschen ausgelösten Treibhausgasemissionen verursacht und somit den Klimawandel bzw. die Klimakatastrophe auslöst und damit die Existenzgrundlagen nachfolgender Generationen zerstört,

 

... dass jeder Tod eines Tieres und die systemimmanente Tierquälerei in der Tierhaltung und Schlachtung wegen eines banalen ungesunden Geschmackserlebnisses ein unerträgliches und zum Himmel schreiendes Unrecht darstellt,

 

... dass täglich ca. 40.000 Kinder an Hunger sterben, während ca. 40 % der weltweit gefangenen Fische, ca. 50 % der weltweiten Getreideernte und ca. 90 % der weltweiten Sojaernte an die „Nutztiere“ der Fleisch- und Milchindustrie verfüttert werden, was zum grossen Teil sogar aus den „Hungerländern“ stammt. (80 % der hungernden Kinder leben in Ländern, die einen Nahrungsüberschuss produzieren, doch die Kinder bleiben hungrig und verhungern, weil der Getreideüberschuss an Tiere verfüttert bzw. exportiert wird.)

 

Zugegeben, es erfordert schon ein wenig Zivilcourage, gegen die Mehrheit der Bevölkerung (auch im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis) klar Stellung zu beziehen. Leichter ist es da, bequem und feige die Taten zu ignorieren und zu tolerieren. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Es geht nicht darum, die Leute anzupöbeln, sondern darum, die Menschen mit guten Informationen sachlich aufzuklären und klar und deutlich zu sagen, dass es falsch ist, Tierprodukte zu essen und damit extremes Leid bei Tieren und Menschen und katastrophale Umweltschäden zu verursachen.

 

Stattdessen hat sich die alltägliche Feigheit, Ignoranz und/oder Toleranz fest etabliert. Dann fallen Sätze wie:

 

»Wir sollten „keinen missionieren“, denn jeder muss ja „selbst wissen was er isst“.«

 

»Wir sollten Verständnis zeigen, wenn die Fleisch- und Milchkonsumenten sagen, dass sie „noch nicht so weit sind“, ganz auf den Käse zu verzichten.«

 

»Wir sollten nicht sagen, dass sie ein Verbrechen begehen. Damit würden wir den Fleisch- und Eierkonsumenten als zu „extrem“ und zu „radikal“ erscheinen und sie verärgern.«

 

»Wir sollten sie „loben“, wenn sie sagen, dass sie bereits „weniger Fleisch essen“ bzw. wenn sie „langsam Schritt für Schritt weniger essen“.«

 

»Wir sollten sie „loben“, wenn sie nur noch „bewusst“ ermordete Biotiere essen, von denen sie „wissen, wo sie herkommen“.«

 

»Und wir sollten einen „fleischfreien Montag“ einführen, aber selbstverständlich völlig freiwillig und die „Flexitarier“ dafür loben!«

 

Wie absurd obige Aussagen sind, wird sofort deutlich, wenn wir dies auch bei anderen Taten sagen würden, z. B. bei häuslicher Gewalt gegen Frauen, Haustiere und Kinder:

 

»Wir sollten „keinen missionieren“, denn jeder muss ja „selbst wissen“ ob er zuschlägt.«

 

»Wir sollten Verständnis zeigen, wenn die Schläger sagen, dass sie „noch nicht so weit sind“, ganz auf das Schlagen zu verzichten.«

 

»Wir sollten nicht sagen, dass sie ein Verbrechen begehen. Damit würden wir den Schlägern als zu „extrem“ und zu „radikal“ erscheinen und sie verärgern.«

 

»Wir sollten sie „loben“, wenn sie sagen, dass sie bereits „weniger zuschlagen“ bzw. wenn sie „langsam Schritt für Schritt weniger zuschlagen“.«

 

»Wir sollten sie „loben“, wenn sie nur noch „bewusst“ mit einem Biostock „ökologisch“ zuschlagen.«

 

»Und wir sollten einen „gewaltfreien Montag“ einführen, aber selbstverständlich völlig freiwillig und die „Flexischläger“ loben!«

 

Lächerlich? Absurd? Natürlich ist das absurd!

 

Wenn man nicht den Mut hat, gegen Verbrechen deutlich Stellung zu beziehen, dann sollte man wenigstens ganz still sein, anstatt die Taten zu loben und damit zu fördern! Denn auch weniger Verbrechen und biologisch verpackte Verbrechen bleiben Verbrechen. Und wenn man diese mit den obigen Argumenten toleriert oder sogar lobt, macht man sich schuldig.

 

„Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt.“ – Thomas Mann (Literatur-Nobelpreisträger)

 

Nur ein veganes Leben ist gewaltfrei!