DR. MED. HENRICH
PROVEGAN STIFTUNG
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«17.400 getötete Wale in Europa»

«Vor 40 Jahren, am 23. Juli 1982, beschloss die Internationale Walfangkommission (IWC) ein weltweites kommerzielles Walfangverbot. Vorangegangen waren Jahrzehnte der industriellen Jagd, die viele Walarten an den Rand der Ausrottung gebracht hatten.

 

Das Walfangmoratorium, das seither mehr als 1,3 Millionen Walen das Leben gerettet hat, war und ist bis heute ein einmaliger Artenschutzerfolg. Doch Norwegen und Island ignorieren das Walfangverbot und haben in europäischen Gewässern seither mindestens 17.400 Wale harpuniert. Norwegen ist seit Jahren weltweit das Land, das die meisten Wale tötet.

 

Statt gegen den Walfang vor der eigenen Haustür aktiv zu werden,schaut die EU seit vielen Jahren schweigend zu – was von Norwegen als leise Zustimmung gewertet wird. Seit mehr als 20 Jahren hat die IWC keine Resolution gegen den kommerziellen Walfang verabschiedet. Walschutzländer aus anderen Regionen erwarten, dass die EU endlich die Federführung gegen die Waljagd in Europa übernimmt.

 

Im Oktober findet die IWC-Tagung in Slowenien statt. Pro Wildlife fordert, dass die IWC den kommerziellen Walfang endlich verurteilt. Es kann nicht angehen, dass die EU, die die Meeresriesen selbst unter strengen Schutz gestellt hat, den kommerziellen Walfang in zwei europäischen Nachbarländern weiterhin stillschweigend duldet.»

 

https://www.prowildlife.de/aktuelles/hintergrund/die-internationale-walfangkommission-iwc/