DR. MED. HENRICH
PROVEGAN STIFTUNG
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Lesenswertes Interview: »Mit Milch verbinden wir keine Schmerzen, keine Schlachtung«

„Die Fotografin Manuela Braunmüller hat den Weg dieses alltäglichen Nahrungsmittels von der Besamung der Kuh bis zu ihrer Tötung begleitet.“

 

„Aber die größte emotionale Herausforderung war natürlich die Schlachtung. Das war schon extrem. Davor habe ich mir Videos von Schlachtungen angeschaut, aber ich war bis dahin noch nie live bei einer dabei gewesen. Ich kannte den kompletten Ablauf, wusste, wie alles theoretisch funktioniert. Aber das Blut zu riechen und die Angst des Tieres zu spüren, das ist etwas anderes. Das Blut riecht nach Eisen, ein extremer Geruch – für mich hat es nach Tod gerochen. Darauf war ich nicht vorbereitet. Plötzlich liegt da ein gehäuteter Rinderkopf vor dir, wo wenige Minuten zuvor noch ein lebendes Tier gestanden hatte.“

 

„Das Töten einer Kuh geht mit Gewalt einher. Erst wird das Tier enthauptet, dann wird das Euter abgeschnitten. Das war ein Bild, von dem ich schon vorher wusste, dass ich es machen will. Es ist nicht so bekannt, dass Milchkühe geschlachtet werden, denn wir unterscheiden zwischen Fleisch und Milch. Mit Milch verbinden wir keine Schmerzen, keine Schlachtung. Aber es gibt keine schlachtungsfreie Viehhaltung. Eine Milchkuh könnte etwa zwanzig Jahre alt werden, aber normalerweise wird sie nach etwa fünf Jahren geschlachtet.“

 

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/neue-fotografie/mit-milch-verbinden-wir-keine-schmerzen-keine-schlachtung-86203

 

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