DR. MED. HENRICH
PROVEGAN STIFTUNG
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Gutachten: Weit verbreitete pflanzliche Ernährung für Netto-Null-Treibhausgasemissionen bis 2050 erforderlich

Laut einem im Fachmagazin British Medical Journal veröffentlichten Gutachten sind eine weitestgehende pflanzliche Ernährung und andere Veränderungen erforderlich, um bis zum Jahr 2050 einen netto-Null Treibhausgasemissionen zu erreichen. Eine Verringerung des Verbrauchs tierlicher Produkte würde weniger Wasser und Land verbrauchen und den Verbrauch gesättigter Fette reduzieren. Der Fleischkonsum in Amerika und Europa müsste um 79 % bzw. 68 % sinken, um die internationalen Emissionsziele zu erreichen. Die Autoren empfehlen politische Massnahmen, die ungesunde Lebensmittel wie Fleisch verteuern, indem sie beispielsweise Subventionen für die Viehzucht abschaffen, während gesunde, pflanzliche Lebensmittel erschwinglicher werden.

 

Das Gutachten bestätigt meine seit Jahren erhobene Forderung nach einer weltweit veganen Ernährung, um das Klima zu retten, falls eine Rettung überhaupt noch möglich ist. Ich halte es für völlig verrückt vorzugeben, das Klima retten zu wollen, ohne die Tierprodukte als Hauptursache zu berücksichtigen. Erinnern wir uns, dass die Tierindustrie laut einer Studie des WorldWatch Insitute für mindesten 51 % der menschengemachten Treibhausgase verantwortlich ist. Ich halte die Rettung des Klimas aus drei Gründen für nicht mehr möglich:

     

  1. Die Hauptursache Tierprodukte wird von Politik und Medien so gut wie nicht berücksichtigt.
  2. Die Mehrheit der Menschen wird (aus Dummheit und / oder boshaftem Egoismus) eine vegane Ernährung nicht praktizieren.
  3. Kipppunkte könnten bereits überschritten sein.
  4.  

Trotzdem sollten wir uns mit voller Kraft für das Klima, die Umwelt, die weltweit Hungernden, die gesündeste Ernährung und vor allem für die Tiere einsetzen. «Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.» (Ernesto Rafael Guevara de la Serna)

 

Referenz: Marteau TM, Chater N, Garnett EE. Changing behaviour for net zero 2050. BMJ. 2021;375:n2293. doi: 10.1136/bmj.n2293t