DR. MED. HENRICH
PROVEGAN STIFTUNG
www.ProVegan.info

Schlachthaus Deutschland – ernüchternde Zahlen im Handelsblatt vom 17.10.2016 (Seite 28/29)

Dort heißt es unter der Überschrift "Exportschlager Fleisch":

 

"Die Menge an Fleisch, die die Deutschen vertilgen, ist groß - aber konstant: Seit langem liegt sie bei rund 60 kg pro Kopf und Jahr"

 

Und weiter:

 

"Gleichzeitig werden hierzulande aber immer mehr Tiere gemästet und geschlachtet. Die Produktion ist seit der Jahrtausendwende um ein Drittel gestiegen. Den wachsenden Überschuss drücken die deutschen Fleischkonzerne mit Macht in den Export. Im Schnitt wird das Kilo für zwei Euro ins Ausland verkauft."

 

"Gigantische Produktion - Zahle der in Deutschland geschlachteten Tiere, 2014"

 

667.000.000 Hühner

 

59.000.000 Schweine

 

37.100.000 Puten

 

20.300.000 Enten

 

3.600.000 Rinder

 

990.000 Schafe

 

600.000 Gänse

 

20.000 Ziegen

 

9.000 Pferde

 

"Wofür Ackerflächen genutzt werden, inklusive jener Ackerflächen im Ausland, auf denen Pflanzen angebaut werden, die Deutschland importiert"

 

64 % für den Anbau von Tierfutter

 

25% für den Anbau von pflanzlichen Lebensmitteln

 

11 % für den Anbau von Biorohstoffen

 

Anmerkung:

 

Das sind Zahlen und Fakten des Grauens. Trotz steigender Zahl an Veganern (und Vegetariern) bleibt der Fleischkonsum insgesamt konstant und die Fleischproduktion explodiert. Die Omnivoren steigern also ihren Fleischkonsum noch. Das kann nicht wirklich überraschen. Denn die meisten Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen legen sich mit der Tierindustrie in ein Bett und fordern lediglich Verbesserungen bei der Tierhaltung und Tierschlachtung, anstatt deren Abschaffung. Damit suggerieren sie dem Konsumenten, dass der Konsum von Tierprodukten, also die Versklavung, Ausbeutung, Vergewaltigung und Ermordung der Tiere grundsätzlich moralisch in Ordnung sei, wenn man nur die Bedingungen der Verbrechen etwas verbessere. Warum sollte unter diesen Bedingungen jemand weniger Tierprodukte konsumieren oder gar auf Tierprodukte verzichten, wenn Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen indirekte moralische Entwarnung geben?

 

Selbst die Bedingungen für die Tiere werden nicht einmal besser, wie die unzähligen aktuellen Filmaufnahmen aus den Tierhaltungen und Schlachthöfen zeigen. Mehr können Tiere nicht mehr gequält und geschunden werden!

 

Neulich verkündete eine Schweizer Organisation in ihrem Vereinsheft sogar, dass Vegetarier "Helden" seien, obwohl genau diese Organisation auf ihrer Website explizit erklärt, welche grausamen Folgen Milch- und Eierkonsum für die betroffenen Tiere haben. Das ist nicht nur verlogen, sondern bestärkt die Vegetarier noch auf ihrem katastrophalen Weg. Im Grunde ticken die meisten Organisationen so wie dieser Schweizer Verein. Wenn Tiere solche "Unterstützer" haben, dann kann man sich nicht wirklich über das unermessliche Elend der Tiere wundern.

 

Die Situation ist also insgesamt katastrophal. Organisationen machen gemeinsame Sache mit den Tierausbeutern, Fleischessern und Vegetariern.  Die Anzahl der Veganer steigt auf niedrigen Niveau. Vegetarier halten sich für moralisch untadelig und konsumieren mit gutem Gewissen Tierqualprodukte. Omnivore essen pro Person so viel Fleisch wie noch nie. Die Schlachtzahlen explodieren. Korrupte Ernährungsberater und eine ahnungslose Presse führen eine noch nie dagewesenen Feldzug gegen die vegane Ernährung.

 

Offen sichtbar wird das Bild einer grandiosen menschlichen Boshaftigkeit, die sich nicht daran stört,

 

...dass der Konsum von Fleisch, Milch und Eiern für mindestens 51 % der weltweiten von Menschen ausgelösten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist und somit den Klimawandel bzw. die Klimakatastrophe massgeblich auslöst und damit die Existenzgrundlagen nachfolgender Generationen zerstört,

 

... dass täglich ca. 6.000 - 43.000 Kinder an Hunger sterben, während ca. 40 % der weltweit gefangenen Fische, ca. 50 % der weltweiten Getreideernte und ca. 90 - 98 % der weltweiten Sojaernte an die „Nutztiere“ verfüttert werden, was zum grossen Teil sogar aus den "Hungerländern" stammt, (80% der hungernden Kinder leben in Ländern, die einen Nahrungsüberschuss produzieren, doch die Kinder bleiben hungrig und verhungern, weil der Getreideüberschuss an Tiere verfüttert bzw. exportiert wird.)

 

... dass jeder Tod eines Tieres und die systemimmanente Tierquälerei in der Tierhaltung und Schlachtung wegen eines banalen ungesunden Geschmackerlebnisses ein unerträgliches und zum Himmel schreiendes Unrecht darstellt,

 

... dass sich die Menschen durch den Konsum von Fleisch, Milch, Milchprodukten, Eiern und Fisch die schwersten Erkrankungen wie Krebs, Herzinfarkt, Bluthochdruck, Schlaganfall, Diabetes, Alzheimer, Demenz, Adipositas usw. an(fr)essen, weil sie von korrupten "Experten" vorsätzlich über den Zusammenhang von Ernährung und Krankheit irreführend informiert werden.

 

Setzen wir uns weiter mit all unseren Kräften für die Veganisierung der Welt ein!

 

„Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche." - Ernesto Rafael „Che“ Guevara de la Serna

 

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