DR. MED. HENRICH
PROVEGAN STIFTUNG
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Die Landwirtschaft mit Tieren erhöht das Risiko von Nervenschäden

Rind- und Milchbauern leiden als Kennzeichen einer peripheren Nervenerkrankung eher an Taubheit und Schwäche als Landwirte, die nicht mit Tieren arbeiten. Dies ergab eine neue Untersuchung mit 16.340 Teilnehmern der „Agricultural Health Study“. Die Autoren nahmen an, dass die Exposition mit den üblichen Darmbakterien Campylobacter jejuni ein höheres Risiko für das Guillain-Barré-Syndrom bedeutet. Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine Autoimmunerkrankung, die zu Muskel- und Nervenschäden führt. Eine eindeutige Ursache für dieses Syndrom ist nicht bekannt, obwohl es in der Regel nach einer leichten Infektion auftritt. Milchbauern hatten auch eine signifikant höhere Rate an Sehstörungen im Vergleich zur den Landwirten, die keinen Kontakt mit Tieren hatten.

 

Anmerkung: Man könnte jetzt auf die Idee kommen, dass es den Rind- und Milchbauern als Tierausbeutern zu Recht geschieht. Man sollte aber nicht vergessen, dass die wahren Schuldigen nicht die Bauern sind, die in den Strudel der Tierausbeutung geraten sind, sondern die Konsumenten von Fleisch, Milch, Milchprodukten und Eiern, die die Bauern die gesundheitlich gefährliche Drecksarbeit machen lassen. Diese Fleischesser und Vegetarier sind in aller erster Linie für das Leid der Tiere und die gesundheitlichen Schäden bei den Bauern verantwortlich.

 

Vegosen L, Davis MF, Silbergeld E, et al. Neurologic symptoms associated with cattle farming in the Agricultural Health Study. J Occup Environ Med. 2012;54:1253-1258.