DR. MED. HENRICH
PROVEGAN STIFTUNG
www.ProVegan.info

Ernährungsbericht Hunde des Gnadenhofs El Hogar

Die Hunde bekommen dreimal täglich Essen:

  • Morgens machen wir ein Spiel, das wir "Verstecken" nennen. Wir verstecken das Essen über den ganzen Hof verteilt, Essen verschiedener Geschmäcker und Gerüche (veganes Trockenfutter, Apfel, Karrotte, vegane Kekse usw.), in den Baumrinden, unter Steinen, unter einem Teller etc. Wir verstecken es an Orten, an die sie heran kommen, um ihren Geruchsinn zu stärken, sie spielen und finden die "Schätze", was ihr Selbstbewusstsein steigert. Sie bewegen sich viel dadurch, was den Alten gut tut aber auch den Jungen, die ihre physische wie psychische Energie einsetzen und das macht sie ruhiger, ausgeglichener für den Rest des Tages.
  • Mittags essen sie aus ihrem Napf, in Ruhe. Meist eine Mischung aus veganem Trocken- und Nassfutter der Marken Benevo oder Ami, mit etwas Olivenöl oder Gemüsebrei vermengt (ohne Salz oder Gewürze).
  • Abends bekommen sie in ihren Napf veganes Selbstgekochtes: Reis mit Sojafleisch und Gemüse, Nudeln mit Tofu und Gemüse, Reis mit Linsen und Bierhefe … Wir wechseln die Zusammenstellung ab, wie wir gerade Zutaten zur Hand haben.

 

Ringo

Geschlecht: männlich

Alter: 13 Jahre und 4 Monate

Gesundheitszustand: Er hat keine Leishmaniose und auch sonst keine andere Krankheit. Die geriatische Überprüfung fällt sehr gut aus, er hat keine Herz- oder anderen Probleme. Das Alter stellt also kein Problem für ihn dar, er ist stark und sehr gesund.

Geschichte: Er wurde von seiner eigenen Familie in einem der schlimmsten Tierheime von Madrid abgegeben. Damals war er 11 Jahre alt. Ein Opa, der von seiner Familie verlassen wurde, die behaupteten, dass er plötzlich aggressiv geworden war und dass ein Kind der Familie eine Allergie entwickelt habe. Ausflüchte, um den Opa dort zu lassen …

 


 

Greta

Geschlecht: weiblich

Alter: 3 Jahre und 9 Monate

Gesundheitszustand: Gesund und stark. Sie hat Hüftdysplasie in beiden Hüften, aber das hindert sie nicht daran zu laufen und zu spielen. Der Rest ihres Körpers strotzt vor Frieden und Glück. Keine Krankheit bisher. Seit zwei Jahren frisst sie veganes Tierfutter und gemäß ihren jährlichen Analysen könnte diese Hündin nicht gesünder sein.

Geschichte: Ein Blick getrübt von unendlicher Traurigkeit hinter den Gitterstäben ihres Gefängnisses war der besondere Hilfeschrei, den wir von Greta empfingen und auf den wir nicht anders antworten konnten als sie aus den düsteren Installationen des Tierheims zu retten, in dem sie eingesperrt war. Ihr unterernährter und von Parasiten befallener Körper zeugte von einem miserablen Leben und Verlassenheit aber ihr Herz, gebrochen durch die Misshandlung, zeigte die größte Verletzung. Greta zeigte wahren Schrecken in Anwesenheit von männlichen Menschen und obwohl seitdem Zeit vergangen ist, zeigt sie auch heute noch diese emotionale Folgeerscheinung.

 


 

Lunita

Geschlecht: weiblich

Alter: ca. 13 Jahre

Gesundheitszustand: Trotz ihres vorangeschrittenen Alters ist Luna eine gesunde, energische und athletische Hündin. Sie mag es, kleine Sprints beim Spaziergang im Feld hinzulegen, um die anderen einzuholen.
Aus dem Tierheim kam sie voller Tumore: im Kopf, in der Pfote, in den beiden Brustdrüsenleisten, die wir entfernen mussten … sogar im Augenlid, wo wir den letzten Tumor operiert haben. Diese Hündin ist der Neuzugang im El Hogar und sie hat sich perfekt an die vegane Ernährung gewöhnt. Nach so vielen Jahren, in denen sie Hundefutter mit Fleisch gegessen hat, hat die Oma die Nahrung nicht abgelehnt, sie hat keinen Durchfall oder ähnliches gehabt sondern nur einen Heißhunger und Freude, wenn wir das vegane Hundefutter mit Kürbispüree vermischen, was sie besonders liebt. Seit sechs Monaten frisst sie vegan.

Geschichte: Ihre einzige, schon sehr betagte, menschliche Gefährtin wurde krank und musste endgültig eingewiesen werden. Sie entrissen sie aus ihren Armen und beendeten so ein Leben des Zusammenlebens. Luna sah sich plötzlich allem beraubt, was sie kannte und liebte, ihrer kleinen Zweierfamilie, ihrer gesamten erbauten Welt nach 13 langen Jahren der gegenseitigen Zuneigung und Komplizenschaft. Traurig, durcheinander, aufgewühlt, nicht verstehen könnend, was passierte, erwartete sie eine kalte Zelle eines Tierheims, aus der sie mit aller Wahrscheinlichkeit nie mehr herausgekommen wäre. Aber das Schicksal wollte nicht, dass dies ihr Ende sein sollte und zündete für sie eine Kerze der Hoffnung an, die den Weg ihres neuen Lebens erleuchten würde. Nun erholt sie sich im Schutze des El Hogar und wir hoffen, ihre Gesellschaft noch viele Jahre genießen zu dürfen.

 


 

Victor

Geschlecht: männlich

Alter: ca. 7 Jahre

Gesundheitszustand: Er war positiv auf Leishmaniose. Wir entdeckten dies bei seiner jährlichen Routinekontrolle. Daher gab es keine Chance, dass Symptome auftraten oder gar Organe betroffen wurden. Behandelt und kontrolliert. Seit Jahren fallen die Tests auf diese Krankheit jetzt negativ aus. Vor vier Jahren hatte er Krätzmilbe und vor drei Jahren Pilze. Seit Jahren ist er ein starker Hund ohne gesundheitliche Probleme. Seitdem Victor vor zwei Jahren mit dem veganen Hundefutter anfing, hat er keine Probleme mehr mit Hautleiden oder Immunität gehabt.

Geschichte: Aus einem Tierheim gerettet, war sein Leben sehr hart: die Polizei fand einen Schäfer, wie er dabei war, ihn mit Schlägen zu töten. Der Schäfer gab an, dass Victor in einer nahen Fabrik angeleint lebte. Er flüchtete, weil er vor Hunger verging und riss ein Schaf (gab zumindest der Schäfer so an). Als Vergeltung war er dabei, ihn zu töten. Die Polizei nahm Victor mit und steckte ihn in ein Tierheim. Dort wollten sie ihn einschläfern mit nur einem Lebensjahr, da er angeblich aggressiv war. Als wir ihn aus dem Tierheim retteten, bepinkelte sich der arme Hundewelpe vor lauter Angst, als er uns in seinen Verschlag eintreten sah, in dem man ihn gefangen hielt. Er war Jahre lang Menschen gegenüber ängstlich aber heute kann Victor wieder den Menschen vertrauen. Glücklicherweise liegt sein Leben mit Misshandlungen hinter ihm.

 


 

Julieta

Geschlecht: weiblich

Alter: 3 Jahre und 8 Monate

Gesundheitszustand: Athletisch und von einer überraschenden Muskulatur trotz ihrer kleinen Größe. Stark und agil wie jeder Podenco, nur ist sie gesünder, weil sie vegan lebt. Seit zwei Jahren frisst sie veganes Fressen. Sie bevorzugt, dass wir ihr das Essen kochen, aber das Trockenfutter für Katzen und Hunde (sie liebt es, dieses zu stibitzen) isst sie genauso gern.

Geschichte: Julieta fanden wir herumstreunend auf einer Fernverkehrsstraße in einem weit fortgeschrittenen Zustand der Schwangerschaft voll schrecklicher Angst. Jäger hatten sie im Stich gelassen. Als wir sie für das Leben in Gesellschaft vorbereiten wollten, verloren wir sie in der Stadt und dort überlebte sie versteckt fünf lange Monate. Wir hörten nicht einen Tag auf sie zu suchen. Ihr Fall wurde im Fernsehen und in der Presse veröffentlicht und aufgrund unserer Entschlossenheit und Ausdauer fanden wir sie irgendwann endlich. Niemals würden wir eine Tochter im Stich lassen, genauso wenig wie wir sie im Stich gelassen haben.

 


 

Kero

Geschlecht: männlich

Alter: ca. 14 Jahre

Gesundheitszustand: Rheuma- und Gelenkentzündungsschmerzen, da sein Körper schon alt ist und sein Leben hart war. Wenn es jetzt kalt ist oder wenn Kero sich viel bewegen muss, zeigt sich der Opa etwas angeschlagen. Abgesehen davon funktioniert sein Herz genau wie die restlichen Organe seines perfekten Körpers wie eine Uhr (außer seinem Gehör, der Arme wird langsam taub). Seit zwei Jahren ernährt er sich vegan und bleibt weiterhin ein Super-Opa. Er mag sehr gern Hausmannskost aber was er am liebsten frisst, ist Brot. Natürlich geben wir ihm nicht viel Brot, noch weniger Weißbrot aber da er schon so alt ist, lassen wir ab und zu ein Stückchen auf den Boden fallen und wenn der Opa dieses findet, freut er sich derartig …

Geschichte: Man erzählte uns, dass er mit nur wenigen Monaten in einem Tierheim abgegeben wurde. Von dort adoptierte ihn die gleiche Familie nach einem Jahr erneut und brachte ihn schon nach drei Monaten wieder ins Tierheim zurück. Er war so ein lieber und ruhiger Hund, dass man ihn nicht einschläfern wollte und so lebte er dort allein eingeschlossen in einem Käfig für 12 Jahre! Ja, 12 lange Jahre voller Kälte und Einsamkeit. Er kam ins Tierheim als Jungtier und kam wieder als Opa heraus, niemals hatte er gespielt, war herumgesprungen oder hatte das Bett geteilt oder war spazieren gegangen. Heute ist Kero mein Gefährte im Zimmer, an den freien Tagen, im Urlaub. Der Opa, der mich niemals allein lässt und mich an der Eingangstür des Gnadenhofs erwartet, bis ich zurückkehre. Er ist ein Kind eingeschlossen im Körper eines Opas. Er genießt jede Minute, ist glücklich, wenn er sich im Gras wälzt oder mit einem Stein spielt.

 


 

Numa

Geschlecht: weiblich

Alter: ca. 6 Jahre

Gesundheitszustand: Langsam beginnt es ihr gut zu gehen. Als man sie vor einigen Monaten zu uns brachte, hatte sie ein Übergewicht, was sie kaum laufen ließ und was ihr Probleme beim Atmen verursachte. Sie erschien wie ein alter Hund. Numa ernährt sich nun vegan und nun hat sie wieder ihr Idealgewicht zurückerhalten. Numa kann nun wieder laufen und spielen. Auch ihr Fell ist dabei sich zu verändern und es scheint, als ob sie sich verjüngt hätte. Man sagte, dass sie aggressiv sei, doch hier im El Hogar ist sie eine gesellige und ruhige Hündin, die mit allen hier lebenden Arten gut zusammenlebt. Auch erzählte man uns, dass sie eine Angststörung bezüglich des Essens habe aber hier ist sie eine ausgeglichene Hündin ohne jegliches Symptom von Ängsten.

Geschichte: Sie wurde errettet von einem Schäfer als sie ein Jahr alt war und damals war sie sehr dünn und verängstigt. Sie wurde adoptiert und lebte zwei Jahre lang glücklich bis ihre menschliche Mutter an Krebs starb. Der menschliche Vater verschenkte sie daraufhin an eine Frau, die ein Landgrundstück mit anderen Hunden hatte. Doch diese wollte sich offenbar nicht um Numa großartig kümmern … Wir wissen nicht, was dort passierte. Nach einigen Monaten gab man Numa zurück, weil sie zwei Hunde getötet hatte. Man hatte sie eingesperrt und man hatte begonnen, Angst vor ihr zu haben. Man rief sogar einen Tierarzt an, um sie einschläfern zu lassen. Als wir dies mitbekamen, übernahmen wir erneut die Verantwortung für sie und Numa kam zum El Hogar zurück. Hier ist Numa die Königin des Sofas und der nicht enden wollenden Siestas. Sie legt sich auf den Rücken, damit man sie ununterbrochen streichelt und so verlieben sich alle Besucher des Gnadenhofes in sie. Die hübsche, vegane Mastinin.