Für Tierschutz |und Tierrechte

Die Quantität und Qualität der Tierausbeutung durch den Menschen ist auf Anhieb gar nicht richtig erkennbar. Sie geschieht hinter hohen Mauern, damit den Auftraggebern, also den Konsumenten, nicht der Appetit auf Fleisch, Milch und Eier vergeht.

Zwar sehen wir hin und wieder TV-Berichte und Filmbeiträge über die Zustände in Tierfabriken, in Schlachthöfen, bei Tiertransporten usw., deren schlimme Zustände aber schnell von der Tierindustrie und der Politik mit Standardbeschwichtigungen („Ausnahmen“, „gefälscht“, „manipuliert“, „nicht aktuell“ usw.) abgetan werden, um die Konsumenten zu beruhigen. Wenn man aber als unbefangener Normalbürger tiefer in das Thema eindringt, dann erkennt man recht schnell, wie extrem die Situation der Tiere wirklich ist. Am besten kann man sich durch eine persönliche Inaugenscheinnahme vor Ort und durch Filme informieren. Texte wirken eher verharmlosend.

Der Bericht der ehemaligen Tiermedizin-Studentin und heutigen Tierärztin Christiane M. Haupt über ihre Erlebnisse in der ganz normalen Tierindustrie gibt aber einen ersten guten Einblick. Er wird nachfolgend ungekürzt wiedergegeben. (Quelle: www.vegetarismus.ch/heft/98-2/schlacht.htm):

„Um eines kleinen Bissens Fleisches willen ..."

‚Es werden nur Tiere angenommen, die tierschutzgerecht transportiert werden und ordnungsgemäss gekennzeichnet sind‘, steht auf dem Schild über der Betonrampe. Am Ende der Rampe liegt, steif und bleich, ein totes Schwein. ‚Ja, manche sterben schon während des Transportes. Kreislaufkollaps.‘ Was für ein Glück, dass ich die alte Jacke mitgenommen habe. Obwohl erst Anfang Oktober, ist es schneidend kalt, aber ich friere nicht nur deswegen.