DR. MED.
HENRICH STIFTUNG
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Newsletter ProVegan: Ausgabe 37/2023

Hundeeinsatz bei der Polizei: «Verbissen»

«Die Polizei macht mit Hunden Jagd auf Sprayer. Die Verletzungen sind gravierend, Regeln für den Einsatz gibt es kaum.»

 

«Am Ende ist es eine Frage der Relation», sagt auch Bruggmann, der in Laupen einen Zug besprayte. «Ich habe eine Sach­beschädigung begangen, dazu stehe ich. Aber deswegen einen Hund auf mich loszulassen, was mich fast einen Arm kostete – das war nicht verhältnismässig.»

 

Anmerkung: Bezeichnenderweise fragt niemand nach den Hunden, die von der Poliziei missbraucht werden. Tiere sollten nicht in Auseinandersetzungen zwischen Menschen missbraucht werden. Dies gilt sowohl für den Polizeieinsatz als auch für den Einsatz beim Militär. Viele Hunde werden dabei schwer verletzt oder getötet. Das ist ein widerliches moralisches Verbrechen gegen Tiere. In den USA ist man sogar so pervers, dass verletzte oder getötete Hunde (im Fachjargon K9 genannt) regelrecht verehrt werden.

 

Aus meiner Sicht werden die Hunde deshalb so oft missbraucht, weil Polizisten und Polizistinnen einfach körperlich nicht fit sind, oftmals übergewichtig sind und deshalb den Tätern nicht folgen können. Und kommt dann noch die Verrücktheit ins Spiel, dass immer mehr Frauen als Polizisten im Aussendienst arbeiten, die den meist männlichen Tätern körperlich in der Regel völlig unterlegen sind. Da missbraucht man natürlich gerne mal einen Hund und ersetzt fehlende eigene körperliche Fähigkeiten durch einen Hund. Der im Bericht geschilderte Fall zeigt das eindrücklich und zugleich erschreckend.

 

Um jedes Missverständnis zu vermeiden: Ich finde das Sprayen entsetzlich. Für mich symbolisiert es optisch eine Verwahrlosung. Eine Sachbeschädigung ist es auch. Eine Verfolgung der Taten sollte also stattfinden, aber nicht durch den Missbrauch von Tieren.

 

https://www.republik.ch/2023/08/22/verbissen?utm_source=pocket-newtab-de-de